Träumereien
  Startseite
    Geschichten
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren


http://myblog.de/naddl1712

Gratis bloggen bei
myblog.de





Erkan...

Er staunte nicht schlecht, als er am Morgen ihre Frage las. Insgeheim wünschte er sich schon seit Wochen nichts anderes. Als die beiden sich kennengelernt hatten, war Erkan gerade im Prüfungsstress. Schon nach den ersten Gesprächen, spürte er, dass Ana etwas Besonderes war. Doch bemerkte er auch ihr Zögern bei gewissen Fragen. Sie wollte ihn nicht in ihr Innerstes vordringen lassen. Sie vertraute ihm nicht zu 100 Prozent. Vielleicht würde ein Treffen die ändern. In Gedanken versunken arbeitete er weiter und fieberte seinem Feierabend entgegen. Als sie ihm ein Bild von "seiner" Bucht schickte schlug sein Her z wie wild. Erkan schrieb ihr, sie solle ja nicht weglaufen. Er freute sich wahnsinnig auf sie. Und doch waren sie da, die Zweifel. Als er an die Bucht trat, schwitzen seine Hände und er traute seinen Augen kaum. Sie war tatsächlich noch da. Bevor er etwas sagen konnte, drehte sie sich um. Seine Stimme klang nur mehr wie ein Krächzen, als er fragte: "Ana?". Sie trat einen Schritt auf ihn zu und blickte ihm direkt in seine Augen. Ana nickte nur und strahlte von einem Ohr zum anderen. In seiner Benommenheit streckte er ihr eine Hand zur Begrüßung hin, die Ana sichtlich irritiert entgegennahm. Da schüttelte er den Kopf und lachte.

 

 

Als sie in der Bucht auf einem Stein saß und die Sekunden zählte bis er eintraf, spukten sämtliche Szenarien in ihrem Kopf herum. Doch schlagartig änderte sich die Atmosphäre und sie spürte seinen Anwesenheit, obwohl sie keine Schritte vernahm. Ana drehte sich um und strahlte ihn an, als er ihr zur Begrüßung nur die Hand reichte. Irritiert griff sie danach und schüttelte sie die Hand. Er lachte und zog sie mit einem Mal an sich und drückte sie. Ana lachte, um ihre Verwirrtheit zu kaschieren, und plötzlich stiegen ihr Tränen in die Augen. Ja, sie war trotz allem - allem das sie erlebt hat - noch in der Lage sich zu verlieben. Sie drückte Erkan ganz fest und atmete seinen Duft ein. Kein Parfüm stellte sie fest...nur er selbst. Eine einzelne Träne suchte sich ihren Weg über Anas Wange. Sie unterdrückte ein Schluchzen.

 

 

Er zog sie einfach in seine Arme. Seine Freude war unbeschreiblich groß. Wie sehr hatte er die letzten Wochen darauf gewartet. Da spürte er an seiner Brust einen Schluchzer. Als er sich von Ana löste, sah er Tränen in ihren Augen glitzern. "Na, bin ich so zum Heulen?" grinste er. Sie schüttelte den Kopf. "Nein. Ich bin glücklich oder nein, ich hab mir das so sehr gewünscht." schniefte sie. Erkan nahm ihre Hand, die sich perfekt in seine schmiegte. Er zog sie zu einer Parkbank und sie direkt auf seinen Schoß. In ihm kribbelte es. Er widerstand dem Drang sie zu umarmen nicht. Auch er war glücklich. So glücklich wie nie zuvor. "Ana?" durchbrach er die nicht unangenehme Stille. "Ja?" Sie blickte ihm direkt in die Augen. Es war fast so als würde sie in seine Seele blicken. Gänsehaut breitete sich auf seinem Körper aus. "Warum?" Sie zog eine Augenbraue hoch. "Du lachst nicht?" "Niemals."

 

 

Als er sie auf seinen Schoß manövrierte, stand ihre Welt mit einem Mal still. Sie genoss seine Nähe und seine Umarmung. Als Erkan Ana nach dem Warum fragte, wusste sie sofort, was er wissen wollte. Mit einem Mal kam sie sich dumm vor. Ana stotterte kurz herum. "Naja...ich weiß auch nicht..." "Komm schon. Raus mit der Sprache." "Neugier und vor allem Sehnsucht." Sie holte tief Luft. Der dritte Grund, nämlich dass sie sich verliebt hatte, blieb vorerst ihr Geheimnis. Ana sah ihn an. "Willst du hier Wurzeln schlagen?"

 

 

Die Erklärung stimmte ihn nicht einmal im Ansatz zufrieden. Insgeheim war er schon seit Wochen in sie verliebt. Nur würde das seine Sache bleiben. Sie war in seinen Augen perfekt. Schließlich brachen die beiden in die Stadt auf. Er zeigte ihr einige seiner Lieblingsplätze und die Aussicht auf seine Stadt. "Ich hatte vieles anders in Erinnerung." flüsterte sie. Er nickte kurz. "Jedes Jahr wird umgebaut, neu gebaut und vergrößert." Die Zeit verging wie im Flug und der Abend brach an und er musste zu seinem Zweitjob. Der Abschied fiel beiden nicht leicht. Ein flüchtiger Kuss. "Bis bald." sagte sie und wirkte tatsächlich geknickt. Erkan nickte kurz. Als sie im Auto saß und die Rücklichter in seinem Blickfeld immer kleiner wurden, bis sie schließlich ganz verschwanden, flüsterte er: "Ich hab mich in die verliebt, Ana..."

 

 

29.3.17 12:51
 
Letzte Einträge: Ana..., Monate später...


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung