Träumereien
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Ana...

Schon seit Kindertagen waren Anastacia und Erkan unzertrennlich. Beste Freunde vom ersten Augenblick an. Doch schon nach kurzer Zeit trennten sich ihre Wege wieder. Anas Dad bekam einen Job in einem anderen Bundesland. So verlor sich der Kontakt nach nicht allzu langer Zeit. Hin- und wieder, später im Teenageralter und auch als fast Erwachsene, stellten sie sich die Frage, was aus dem jeweils anderen geworden war. Doch jedes Mal verlief der Gedanke in einen anderen und die Frage blieb unbeantwortet.

 

Ein halbes Jahr schrieben Ana und Erkan nun miteinander. Kennengelernt hatten sich die beiden, wie sollte es in dieser Zeit schon sein, im Internet. Zu Anfang nur öder und einfallsloser Smalltalk, stellten die Zwei bald fest, dass sie auch viele Gemeinsamkeiten hatten. Somit wurden die Gespräche länger und auch tiefgründiger. Damals, zu dem Zeitpunkt der ersten Nachrichten, steckten beide irgendwie in einer Lebenskrise. Doch mittlerweile standen sie wieder mit beiden Beinen im Leben.

 

Als Ana am Freitagmorgen von ihrem letzten Nachtdienst nach Hause kam, übermannte sie das schreckliche Verlangen nach ihm. Ihn endlich zu sehen. Die Chancen waren zu oft ungenützt geblieben. „Duu?“ texte sie ihm schließlich. Prompt kam seine Antwort: „Jaa?“ „Ich hab da mal ne Frage. Darf ich?“ „Klar“ „Findest du nicht auch, dass es endlich Zeit wäre um uns zu treffen?“ nervös knabberte sie an ihrer Lippe. Sie hörte ihr Blut in den Ohren rauschen und sofort plagten sie erste Zweifel. So selbstbewusst sie nach außen hin auch zu scheinen vermag, umso selbstkritischer, zerbrechlicher und unsicher war sie in ihrem Innersten. Gerade als sie ins Bett gehen wollte, summte ihr Handy. „Ana?“ Beim Klang seiner Stimme bekam Ana eine Gänsehaut. „Ja?“ „Klar, wäre es an der Zeit. Du weißt wie ich darüber denke, Süße.“ Ana stiegen die Tränen in die Augen. Da fragte er sie: „Wann?“ Sie schluckte. "Am allerbesten sofort." Erkan lachte: "Ich arbeite, Ana. Geht's danach auch noch?" Jetzt lachte auch sie: "Klar. Ich brauche knapp 2 1/2 Stunden zu dir." "Und wo?" "Wenn ich da bin, schicke ich dir ein Bild." "Ana, fahr bitte vorsichtig." "Ganz sicher." Die ganze Fahrt über war sie nervös. Eine halbe Stunde vor seinen Arbeitsende ging sie zu einer Bucht und knipste ein Foto, das sie Erkan schickte. "Ah Ana, ich weiß wo du bist. Nicht weglaufen!" Sie lachte. Nein, weglaufen kam jetzt nicht mehr in Frage.

15.3.17 12:20
 
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